3. Dezember 2016 Nikolausdampf

 

bzw. Abdampfen II

Väterchen Frost war gerade erst am Vorabend der Veranstaltung in Radevormwad Kottmannshausen eingezogen. Wie so oft im Dezember hatte es vorher aber noch stark geregnet und das Gelände triefte vor Nässe. Schlimmer noch als dieser Umstand war, dass deshalb sämtliche Weichenzungen in einer Wasserlache oder auf einem Wasserfilm ruhten. Da war plötzlich Eile angesagt die "Stellmimik" und die Gleitbahnen an den Weichen mittels Gasflamme zu trocknen. Das hat auch gut gewirkt, denn am Morgen der Veranstaltung war bei knappen 8 Grad unter Null nur eine Weiche angefroren.

Im Gegenlicht - Dampfwolke

Der aufgeweichte Boden war oberflächlich ebenfalls gut gefroren und sorgte für ein begehbares Gelände. Durch die feuchte Luft in der Nacht bildete sich dicker Raureif an Gräsern, Sträuchern und Schienen. Das sorgte für ein winterliches Aussehen der Garteneisenbahn. Leider war es auch anfangs etwas glatt auf den Schienen...

Stehende Dampfmaschine und Lokfahrgestell

In der Scheune war eine stationäre Dampfmaschine in Aktion. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, eines der zwei neuen Lokomotivfahrgestelle von W.D. Heinrich (Ölheinrich) mit Dampf zu versorgen und anzutreiben. Spektakulär versahen beide Maschinen ihren Dienst. Spektakulär, weil bei den niederigen Lufttemperaturen der reichlich ausgestoßene Dampf zügig kondensierte und es aus der Entfernung aussah, als ob der Schuppen in Brand geraten sei. Denn aus sämmtlichen Ritzen und Spalten des Gabäudes quollen die Damfwolken ins Freie.

Dampf in der Scheune

Wenn dann auch noch Überdruckventil ansprach und gleichzeitig die große 3-Klang-Dampfpfeife ihren Ton erklingen ließ, herrschte fast vollends Nebel im Schuppen. Kondenswasser sorgte dann stellenweise für Glatteis auf dem Boden der Scheune. Damit den Besuchern und dem Personal an der Aparatur aber nicht kalt und bange ums Herz werden sollte, war die dritte Dampfentnahmestelle dem zubereiten von schmackhaftem weißen Glühwein gewidmet. Im Topf mit dem Glühwein steckte eine spiralförmige Rohrleitung und erhitzte den edlen Tropfen durch Wärmetausch. Gelegentlich gabs noch eine weitere Veredelung des Heißgetränks. Einen Schuss Rum sorgt für Sangesfreude:... "das ich der Röööhriich bin, das weiß ein jedes Kind..., mmmh, mmmh..."

Betrieb im hauptbahnhof Kottmannshausen

Betrieb im Hauptbahnhof Kottmannshausen. Trotz der Kälte fanden sich den ganzen Tag über große und kleine Passagiere für den Personenzug.

Lange Dampffahne

Windstille herrschte fast den ganzen Tag über. Daher waren oft lange und auch bei Kurvenfahrten im Bogen über dem Gleis stehende Dampffahnen zu beobachten. Hier auf der unteren Brücke direkt hinter dem Bahnhof Huserland Mitte.

BR55

Auch bei leichtem Rückenwind bildeten sich noch ansehnliche Dampfwolken über der Lok. Die obere Brücke auf der Paradestrecke trug ebenfalls eine dicke Schicht Raureif. Und das, obwohl die Sonne schon auf sie schien.

Lokführer kurz nebelfrei

Was für die Zuschauer bzw. den Fotografen gut aussieht, ist für den Lokführer manchmal nur eine einzige Sichtbehinderung. Nur entsprechender Fahrtwind sorgte einen Moment lang für freie Sicht.

Bergfahrt mit mächtiger Dampfentwicklung

Mit Last am Haken wurden die ausgestoßenen Dampfwolken spektakulär mächtig.

US Diesel im Nebel einer vorausfahrenden Dampflok

Der Dampflok folgte in größerem Abstand dieser von zwei US-Dieselloks beförderte Güterzug. Immer noch standen die Nebelschwaden des "Dampfers" über der Strecke.

Dampfausstoß einer BR55 in der Steigung

Der Lokführer hatte wieder einmal Mühe die Strecke zu übersehen.

Lokzug 2 mal BR55

Doppeltraktion. Vor der schon tief stehenden Sonne fuhren die beiden BR55er auf der unteren Brücke durch das für den Huserlandpaparazzi herrschende Gegenlicht.

Passagiere auf dem Personenzug

Ein Personenzug, unter anderem mit zwei jungen Damen, durcheilte den Bahnhof Huserland Mitte.

Aussicht eines Passagiers auf die fahrenden Lokomotiven

Einfahrt in den Hauptbahnhof Kottmannshausen. Die Aussicht auf die voraus fahrenden Loks war wunderschön!

Dampf im BW

Zurück auf die Strecke. Die für eine Pause des Lokpersonals an der Drehscheibe abgestellte Lok der BR55 rollte gemächlich zum neuerlichen Betriebseinsatz.

Lok Hofhund mit Güterzug

Elektrolokomotiven zeigten an diesem Tag zwar auch reichlich Einsatz, aber konnten nicht so spektakuläre Begleiterscheinungen wie die Dampfrösser hervorrufen. Dennoch, auch sie waren im Sonnenlicht eine ansehnliche Erscheinung.

US-Diesel führt einen Güterzug mit Nachschub

Der schwere US-Güterzug fuhr mit Nachschub. Auf den Gleisen setzte schon früh am Nachmittag wieder die Eisbildung ein. Da waren 16 angetriebene Achsen von enormer Wichtigkeit für eine gute Traktion.

BR55 - Kurvenfahrt

Von der Dampwolke gestreichelt wurde der Lokfüher. Auf den Gleeisen sorgte der Abdampf aus den Zischhähnen aber eher für frostbedingte Probleme mit auf Glatteis durchdrehenden Rädern.

Lok Hofhund mit Güterzug auf unterer Brücke

Im tollen Fotolicht der tief stehenden Sonne präsentierte sich ein von Lok Hofhund gezogener Güterzug auf der unteren Brücke.

Personenzug

Ebenfalls auf der unteren Brücke abgelichtet wurde nachmittags immer noch beschäftigte Personenzug. Nachdem allerdings die Sonne untergegangen war, stellte der Lokführer den Fahrbetrieb abrupt wegen kalter Luft und aufkommender roter Nase bei ihm und den Fahrgästen ein.

Je kälter, desto mehr Dampfentwicklung

Desto kälter die Luft am Nachmittag wurde, desto heftiger fielen die Dampfwolken der Dampfloks aus. Schöön...

Der letzte Dampfzug bei der Überguerung der unteren Brücke. Die Saison 2016 im Huseland endete damit.


Allen, die durch ihre aktive Teilnahme mit Loks und Wagen, mit Kaffee und Kuchen, mit Würstchen und Salaten, mit Suppen und Brezen (so nennen die Bayern in der Oberpfalz Bretzeln... siehe Berichte zuvor mit dem Besuch aus Bayern), mit Kuchen und Keksen, mit rödeln hinter der Theke und am Kuchenbuffet, oder durchs Zuschauen und Schönfinden zum gelingen der Saison beigetragen haben, sei von dieser Stelle aus für ihr Tun recht herzlich gedankt !!

Die Familie Huser wünscht ihnen allen einen guten Rutsch ins Jahr 2017, uns allen Gesundheit und natürlich gutes Wetter für die neue Saison. Bis bald. Und spätestens zum Andampfen am 1. Mai 2017 sehen wir sie alle hoffentlich wieder!