Ladebetrieb wird Opfer des Wetters

Personenzug Bereitstellung

Gerade war der Personenzug aus dem Schuppen gerollt. Wenig später stand er im Hauptbahnhof bereit für die Aufnahme von Fahrgästen. Eine größere Gruppe Kindergartenkinder hatte sich angesagt um eine Reise mit der Eisenbahn durch das Huserland zu unternehmen.

Kräftiger Regen hatte das ganze Gelände zwar nicht unter Wasser gesetzt, aber der Boden war triefnass. Ungemütlich kalt war es auch. Wiese mähen, Fehlanzeige. Gras und Löwenzahn im Gleis abbrennen, Fehlanzeige. Laub sammeln in den kurzen Trockenphasen der Woche, so eben hinbekommen. Auch funktioniert hat mit knapper Not die Pflege der Weichen und Seilzüge.
Am Morgen des Fahrtages war zwar immer noch alles feucht, aber wenigstens von oben blieb es zunächst trocken. Die Prognosen jedoch waren für den Nachmittag miserabel. Deshalb blieb auch der Ladekran unaufgestellt und der Waggonkipper unter seiner Schutzhaube versteckt. Der im Fahrplan angekündigte Ladebetrieb, von diesem gab es nur eine Art "Demoversion". Dazu unten mehr...

Ein schöner Italienischer Güterwagen

Dieses schöne Modell eines Satteldachwagens der "Ferrovie dello Stato Italiane" (FS) wurde zum ersten Mal im Huserland eingesetzt.

Kurzer Güterzug

Wenig später stand bereits ein kurzer Güterzug aus gedeckten Güterwagen und einem Flachwagen auf einem Nebengleis am Lokschuppen bereit. Zusätzlich standen auch noch vier offene Güterwagen zur Verfügung.

Stehkessel befüllen

Güterzugwaggons hin oder her. Draußen wollte sich ob der angekündigten Niederschläge niemand mit einem Ladebetrieb befassen. Deshalb war der Antrieb für den Kran und der Stehkessel zur Dampferzeugung in der Scheune aufgebaut worden. Die Demoversion vom Ladekran eben...
Aus dem Wasserkarn floss das Wasser aus der Wasserleitung direkt in den Kessel. Doch bis der Kessel unter Druck und die Winde Einsatzbereit war, dauerte es noch ein Weilchen.

Voll besetzter Personenzug

Während in der Scheune noch die Dampfmaschine angeheizt wurde, waren ca 60 junge Damen und Herren zum Huserland gewandert und unternahmen mit dem Personenzug zahlreiche Fahrten.

BR70

Der Regen blieb den ganzen Vormittag aus. Und so kam auch diese Dampflok zum Fahrbetrieb auf die Strecke.

Mit Dampf angetriebene Seilwinde

Die Dampferzeugung funktionierte nun bereits. An der Dampfmaschine wurden noch diverse Einstellungen vorgenommen.

Zugseil gestrafft

Der erste Zugversuch mit einem Stamm Holz sollte gleich starten. Weil aber die Zugkette einen nicht optimalen Eingriff auf die Ritzel hatte bzw. immer wieder übersprang, wollte der Zugversuch nicht gleichmäßig und zunächst nur unbefriedigend gelingen. Wie sich herausstellte, lag es an der noch nicht optimal eingestellten Stellungen der Kurbeln an der mit zwei Zylindern ausgestatteten Dampfmaschine.

Erster Hebeversuch

Das Problem war zügig erkannt und dann schnell behoben. Kurz darauf schnurrte die Winde wie gewünscht und hob den Stamm mühelos in die Höhe. Freude herrschte bei den Maschinisten und ungläubiges Staunen bei den kleinen und großen Zuschauer der Szenerie.

Die Greifzange der Bauart "Bucki" griff den Stamm und hielt ihn beim Heben fest. Im künftig geplanten Ladebetrieb werden allerdings gleichzeitig zwei Zangen eingesetzt. Dadurch wird das Ladegut waagerecht gehalten, damit es dann auf Rungenwagen flach ablegt werden kann. Der Ladebetrieb des demnächst an der Schotterverladung stehenden Holzladekrans konnte so nun doch noch eindrucksvoll vorgeführt werden.

Qualmender Schlot

Heben und wieder Senken. Der Dampfbedarf war "groß". Drum rauchte der Schlot ständig...

Feuer

Zur Dampferzeugung braucht es ein gutes Feuer. Das hatte der Heizer natürlich immer im Blick!

Feldbahnlok mit Güterzug

Abgestellte Güterzüge im Hauptbahnhof Kottmannshausen. Noch waren sie trocken, aber es begann wenig später zu regenen. Zunächst aber noch moderat.

Ein wasserabweisender Mantel sollte gegen die sich mehrende Nässe von oben schützen.

Doch schon bald wechselte der Himmel von moderatem tröpfeln hin zu Sprühregen mit Verwirbelungen durch Wind. Die Lokführer und die Passagiere des immer noch verkehrenden Personenzuges wurden blitzschnell pitschnass. Den am Nachmittag noch anwesenden Kindern machte das irgendwie nichts aus. Sie wollten immerzu weiter fahren. Nur die Lokführer mochten nicht mehr und stellten den Betrieb ein.

An der Spaßbank

Auf der Spaßbank mochte bei dem Wetterchen niemand mehr sitzen. Gut beschirmt, oder den Dachüberstand der Scheune nutzend, verfolgten sie die letzte im Einsatz befindliche Lokomotive und deren Personal.

Diese beiden Junglokführer trotzen dem vielen Regen auf der Strecke am längsten. Dafür gebührt ihnen der Respekt sämtlicher an diesem Tag anwesenden Lokpersonale und der Maschinisten an der Dampfmaschine in der Scheune!