Musik - Dampf - Strom

Der Fahrtag am Feiertag Christi Himmelfahrt hätte ein besonderes Ereignis werden sollen. Bluesmusik sollte die Eisenbahner und ihre Gäste begleiten. Die Musiker waren auch da. Sie haben fast zwei Stunden lang gespielt. Blues vom Niederrhein. Blues 66 hieß die Gruppe. Leider spielte das W§etter nicht mit. Nicht mitspielen war aber untertrieben. Mehrere Tage zuvor gab es immer wieder reichlich Regen. Am Fahrtag jedoch hatten wir Dauerregen in Form von Sprühregen. Der taf in jede Ritze und machte einen in kürzester Zeit pitschnass.

Wassertropfen im Gras

In dem Zelt hätten die Musiker mitten im Fahrbetrieb und Besuchergetümmel spielen sollen. Doch die Nässe war allgegenwärtig. Wasser wohin man auch sah. Mit Rücksicht auf Instrumente und Elektronischem Zubehör verlegte ich den Spielort in die Scheune. Es müssen so 15 Zuhörer gewesen sein, die dem Konzert folgten. Eisenbahner waren auch nur vereinzelt anzutreffen. Ihre Lokomotiven auspacken mochten aber davon auch nur die ganz hart gesottenen.

Abfahrbereite Züge im Hauptbahnhof Kottmannshausen

Der Passagierzug und Manfreds US-Dieselzug mit Hoppercars waren bereits am Morgen auf den Gleisen. Wer mit dem Personenzug fahren wollte, musste ersteinmal mit einer Gummilippe die Wassermassen von der Sitzfläche abstreifen.

Dampflok der Fichtelbergbahn

Die 99 785 der Fichtelbergbahn und ihr Personal waren wild entschlossen trotz des Regens den Fahrbetrieb aufzunehmen. Jedoch kam es beim Anheizen der Maschine zu einem Defekt an der Maschine. Eine Flanschverbindung war gerissen und der Fahrbetrieb damit unmöglich. So dampfte die Lok nur für eine kurze Zeit auf dem Anheizstand. Die kalte Lok blieb aber den ganzen Tag als attraktives Modell stehen und zog die Blicke des einen oder anderen Fotofreundes auf sich.

99 785 auf die Rauchkammer geschaut

Schöne Ansicht der Dampflok, oder?

Im Führerstand

Details aus dem Führerstand der 99 785. Da kam Freude auf, aber das Feuer blieb leider an diesem Tag aus.

Generator der 99 785

Der Generator in der Nähe des Kamins.

Überdruckventile

Die Sicherheitsventile der 99 785

Schmalspurlok unteregs

Die Schmalspurlokomotive mit dem Namen Hofhund war wie sein Personal nicht wasserscheu und machte Betrieb. Sie meinen das Bild wäre zu dunkel? Im Prinzip haben Sie Recht. Aber es gibt hervorragend die Lichtverhältnisse am Mittag des Fahrtages wieder...

Bedröppelte Zuschauer betrachten einen US-Zug

Den beiden US-Dieselloks ist das Wetter egal. Auch dem Lokführer. Nur die Fernsteuerung hatte besondere Schutzmaßnahmen nötig. So verbrachte sie den ganzen Tag versteckt vor der Nässe in einer Plastiktüte. Übrigens ist auf dem Foto gut der "Besucherandrang" des Tages zu erkennen.

Sicher vor der Nässe waren die Instrumente und das elektronische Zubehör wie Fußpedale nur in der Scheune. Vor trauriger Kulisse spielte die Band "Blues 66" viele wunderschöne Stücke. Zum Teil in englischer Sprache aber zum großen Teil deutsche Texte. Echter Blues vom Niederrhein eben! Denen die es gehört haben, hat es Spaß gemacht. Ich werde Blues66 demnächst garantiert noch einmal einladen. Den Musikern hat es trotz der Umstände gefallen einmal im Rahmen einer Eisenbahnveranstaltung zu spielen. Zumal auch die Eisenbahn in einigen Stücken interpretiert bzw. thematisiert wurde.

Lokführer im Regenkombi

Arbeitskleidung für Lokführer am Vatertagsdampf: Regenkombi

Die Junglokführer ließen es sich nicht nehmen den Personenzug zu fahren. Denn ein paar unverdrossene Passagiere hatten wir trotz der Witterung.

Junglokführer unterwegs

Die jüngeren Eisenbahnfans auf der Strecke. Lokführer zu sein war auch bei Regen schön.

Junglokführerin unterwegs

Und das oben geschriebene ailt natürlich auch für Mädchen. Eine Lokomotive zu fahren war auch für das weibliche Geschlecht Technik die begeistert.

Zwei US-Hoppercar-Züge

Der US-Dieselzug läuft üblicherweise als Einheit mit Doppeltraktion. Diverse Modifikationen an der Fernsteueranlage erlauben es dem Lokführer neuerdings, die Loks getrennt und unabhängig voneinander mit nur einer Steuerung zu fahren. So kann nun der Lokführer seinen eigenen Zug mit Nachschub betreiben und damit auch sehr lange Züge fahren. Bin jetzt schon gespannt auf den nächsten Fahrtag mit dem Motto: Lange Züge.

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