Wenn es dem Eisenbahner zu wohl wird, geht er ans Wasser...

Kleine Fließgewässer gibt es rund um die Eisenbahnanlage mehrere. Einen See, so kam es während eines Gespräches am Rande des Fahrtages heraus, würde die Bahnanlage schön ergänzen. Es stellte sich nämlich heraus, dass der Kollege sich nicht nur für Eisenbahnmodellbau interessiert, sondern auch aktiv Modellsegelschiffe baut und mit ihnen per Fernsteuerung segelt. Solche ab 80cm Kiellänge. Oha!

Mein Verweis auf den nahe gelegenen Entenweiher meines Nachbarn konnte also nicht verfangen. Zu klein und zu flach ist dieser Mini-See, das war  klar. Für derartig große Schiffe wäre sogar der alte Mühlenteich wahrscheinlich zu viel zu klein gewesen. Zumindest wenn man eine Regatta mit vielen Booten dieser Art veranstaltet, braucht ein größeres Angebot an Wasserfläche.

Um einmal einen Eindruck vom Modellsegeln gewinnen zu können, war ich vom oben abgelichteten Kollegen zu einer Modellboot-Regatta am 25. / 26. Oktober an den Fühlinger See im Norden von Köln eingeladen worden. Es war das 2." Scail Sail Treffen 2014" des Modellbau Rhodenkirchen e.V.

Dort konnte ich miterleben, wie ein "Fahrtag" auf dem Wasser abläuft. Eigentlich wie bei den Eisenbahnern auch. Die Modellbauer bringen ihre Modelle mit. Sie veranstalten allerdings mehrere Wettfahrten am Tag. Dabei werden je nach Segelfläche, Gewicht oder Wasserverdrängung des Bootes typische Handicaps für das Segelschiff ermittelt und entsprechend in die Rennzeiten beziehungsweise Platzierungen einbezogen.

Auf dem See wurden sogenannte Wanderregatten gefahren, bei denen die Modelle nicht um einen Bojenkurs, sondern entlang des Inselufers  gesteuert werden.

Zu Wasser gelassen werden die Boote nur zu den Rennen. Ansonsten stehen sie in speziellen Halterungen an Land oder auf Tischen.
Hier kann man sie auch aus der Nähe betrachten und mehr oder weniger intelligente Fragen stellen.

Dieser Bootstyp wird aufgrund seiner Mast- und Segelanordnung Gaffelketsch genannt. Getauft ist das Schiff auf den Namen "Marie".

Von Stegen oder vom Ufer aus waren die Modelle zu beobachten. Besucher und Segler hatten während der Regatten immer freie Sicht zu den Booten.

Wenn nicht gerade ein Rennen anstand, standen die Boote drinnen auf Tischen. Der Gelegenheit zum Austausch untereinander (fachsimpeln) wurde ausgiebig genutzt. Denn die Teilnehmer an der Veranstaltung reisten zu dem Ereignis auch aus der weiteren Umgebung an. Sie sehen sich also nicht alle Tage.

Eine weitere Wettfahrt war angesagt. Die ersten Teilnehmer setzten ihre Boote schon einmal ins Wasser ein.

Bis zum Start dauerte es noch ein Weilchen. Zeit für eine kleine Ehrenrunde bei eher mäßigem Wind.

Der Herbst am Fühlinger See zeigte sich kurz vor dem Start seiner schönsten Seite.

Kurz nach dem Start war das Feld noch relativ dicht beieinander.

Der Eisenbahner bedankt sich für die ihm erwiesene Gastfreundschaft, Kaffee, Kuchen und die schönen Eindrücke rund um das Hobby ein Modellboot zu segeln.

 

 

 

 

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