Am Samstag den 27. Dezember 2014 verstarb plötzlich und unerwartet unser Eisenbahnkollege Günter Meierruth.

 

Herr Meierruth war im Huserland ein Mann der ersten Stunde. Bereits auf den am Anfang nur provisorisch verlegten Gleisen ist er mit seiner markanten E-Lok aus der Schweiz gefahren. Den Baufortschritt der Anlage verfolgte er stets aufmerksam und mit großem Interesse. Sein Fachwissen schätzten wir sehr, da er auch über zahlreiche Kontakte zu Spezialisten in der Eisenbahnerszene in Westdeutschland verfügte. Als herausragendes Beispiel sei hier Otto Knierim aus Bochum genannt, der uns in Verwaltungs- und Genehmigungstechnischer Hinsicht kompetent beraten hat.

Verdient gemacht hat sich Herr Meierruth auch um den DBC-Deutschland. Innerhalb dieses Vereins organisierte er über viele Jahre hinweg die Wintertreffen der sogenannten DBC-Gruppe-West. Für zahlreiche Mitglieder ein wichtige Gelegenheit, in der langen Winterpause Kollegen persönlich zu treffen und sich mit ihnen in gemütlicher Runde über das Hobby Gartenbahn auszutauschen.

Immer wieder betätigte er sich als Chronist in Sachen Bild und Ton bei den Treffen der Eisenbahnfreunde. Bild und Tonmaterial zeichnete er auf von der Anlage Menke in Reken (erste Anlage in Westdeutschland), von der Anlage Scharenhorst, von der Anlage von Gumpert in Netphen Deutz, von der Anlage im Wasserwerk Benrath, von den 5-Zoll-Eisenbahnevents der Eisenbahnergruppe des WSW, von der Anlage in Schackendorf in Schleswig-Holstein, von der Anlage Schanz auf der Bayrischen Rhön, von der Brandhoj-Bahn in Dänemark, von der schweizer Anlage in Buveret, von der Anlage in Brüssel und natürlich auch von der Anlage Huserland. Auf den Wintertreffen durften wir uns oft auf die "Berichte aus aller Welt" freuen.

Seine große Eisenbahnliebe galt der Rhätischen Bahn. Die Reisen führten ihn sehr oft dorthin. Die Begeisterung für diese Bahngesellschaft spiegelte sich auch in seinen modellbauerischen Aktivitäten wieder. Seine von ihm gebaute Lok war das braune RHB-Krokodil mit der Nr. 402. Legendär an der Maschine war das aus Messing gefertigte Bedienteil mit Handrad zum verstellen der Fahrspannung aus Gußeisen. Liebevoll nannten die Eisenbahner es "Aschkasten". Wo auch immer seine E-Lok auftauchte, diese Maschine war ein Blickfang. Daher gab es folgerichtig zahlreiche Bewunderer dieser Maschine. Sie umringten an Fahrtagen die Maschine und fragten den Lokführer mit der echten RHB-Lokführermütze auf dem Haupt Löcher in den Bauch. Geduldig beantwortete er immer wieder diese sich wohl oft ähnelnden Fragen.

Unbeliebt hat er sich bei den Eisenbahnern und deren Besuchern nur einmal gemacht. Als er zur Energiegewinnung für die Fahrbatterien ein mit Benzinmotor angetriebenen Generator einsetzte, war Herr Meierruth nicht mehr zu "überhören". So war dieses Aggregat zwar Ausdruck seiner ausgeprägten Ingenieurskunst, aber dennoch als "Knattersack" in der "Szene" verschrien. So verschwand der Stromerzeuger nach wenigen Fahrsaisons aus dem Begleitwagen der Lok.

Günter Meierruth, wie er so oft mit seinem RHB-Krokodil im Huserland anzutreffen war.

Das Huserland wird Günter Meierruth, die Gespräche mit ihm, seine höfliche Art, seine Geduld, seine gute Laune und seine wunderschöne Lokomotive sehr vermissen. Was uns aber immer bleibt, ist die gute Erinnerung an Dich!

Günter lebe wohl!

 

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