Wasserschlacht - nicht nur im Dampfkessel

Ich hatte auf Frost, oder ein bischen Schnee gehofft. Geliefert wurden Wolken und Regen. Schon die Außenvorbereitungen zum Nikolausdampf waren nur in den kurzen Pausen zwischen den Regengüssen möglich. Am Fahrtag hat es dann nur noch einmal geregnet. Vom Morgen bis zum Abend... Fahren im Regenkombi. Als Moppedfahrer ist man ja entsprechend ausgestattet.

Es dampft und zischt

Ach, so ein Scheißwetter draußen, da gehn wir nicht raus! Also wurde der Stehkessel in der Scheune angeheizt und Glühwein gebrüht. Zusätzlich wurde die Seilwinde betrieben und zusätzlich noch eine andere liegende Dmpfmaschine mit Schwungrad an den Kessel angeschlossen.

Mit Schwung durch die riesigen Pfützen.

Auf manchen Stellen der Anlage gab es ansehnliche Pfützen von erschreckenden Ausmaßen. Oder sollte ich lieber sagen - Seen? Wie dem auch war, die Schienenköpfe lagen immer noch frei und damit konnten alle Strecken befahren werden. Da der Regen nicht stoppen wollte, mussten auch elektronische Geräte wie Fernsteuerungen unter einer Plane vor der Nässe geschützt werden.

Lok fahren in Gummistiefeln

Die Bremswege waren aufgrund der Nässe länger als gewöhnlich. Machte aber nix, denn es war kaum einer bzw. immer nur die gleichen unterwegs...
Als da waren:
- die zwei oben abgelichteten und als Einheit gekuppelten US-Diesel;
- der Personenzug geführt von der TWE-Diesellok; die aber erst nach dem der heftige Morgenregen - so gegen Mittag - endlich nachließ.

Dieser Umstand machte einen jungen Mann recht traurig. Er wäre doch so gerne trotz strömendem Regen mitgefahren. Aber leider wollte das Personal der Lok (also ich) partout bei dem Mistwetter nicht auf die Strecke. Als der Regen dann endlich nachließ, war er schon gegangen.
Schade und Entschuldigung, denn meine Passagiere sind mir eigentlich sehr wichtig. Ich hoffe das im nächsten Jahr wieder gut machen zu können...

Regentropfen überall

Wassertropfen, die auf die Haube klopfen... Nässe wohin man auch schaute. Und dazu die Luft noch schön kalt (gefühlt).

Spielen, oder Betrieb an der Dampfseilwinde.

In der Scheune war es dann wenigstens von oben trocken. Der Stehkessel versorgte die Dampfseilwinde, die liegende Dampfmaschine und den Tauchsieder für den Glühwein.

Dampfmaschinenspieler

Die liegende Dampfmaschine war schon lange Jahre nicht mehr in Betrieb gewesen. Der Erbauer stammt aus Düsseldorf, ist aber mittlerweile verstorben. Die die Maschine begutachtenden Experten waren voll des Lobes für die maschinenbauerische Leistung ihres Kollegen.

Anwerfen der Maschine am Schwungrad

Kurtz am Schwungrad gedreht. Und schon lief die Maschine ohne Probleme an.

Da schnurrt die Maschine...

Der Fliehkraftregler arbeitete zuverlässig. Das Schwungrad nahm eine konstante Drehzahl an.

Der Fachmann schaut kritisch...

Per Hand wurde das Schwungrad angebremst, um zu sehen in welchem Bereich der Fliehkraftregler nachchstellen kann. Bei diesen Versuchen zerlegte es jedoch die Schieberkastendichtung. Diese wurde jedoch sogleich von den Experten des Damplokbaus erneuert. Aus dem Vollen geschnitzt...

Nebel in der Scheune...

Wenn alles zischte und dampfte, freuten sich die Dampfmaschinenfans. Obwohl sie sonst oh eher dem Fahren mit der Dampflok zugeneigt sind.

Glühweintopf

Den Glühwein wärmte man ebenfalls mit Dampf. Der Tauchsieder, ein Edelstahlrohrwendel, diente als Wärmetauscher. Das klappte sehr gut und über den ganzen Tag verteilt wurden acht Liter Glühwein zubereitet. Fleißige Truppe, die Herren Maschinisten am Stehkessel!