Als eine ungestürzte Eiche den Anheizstand zerlegte...

Winterlandschaft

Der müde Blick am Morgen aus dem Badezimmerfenster wich blitzschnell einem Schrecken. Auch ohne kaltes Wasser ins Gesicht zu werfen, war ich plötzlich hellwach. Der nächtliche Schneefall hatte die Gegend des Huserlandes in ein schönes "Winter-Wonderland" verwandelt. Dick mit Schnee behangen waren sämtliche Zweige. Leider wog der Schnee aufgrund seiner Nässe sehr schwer. Dünnere Sträucher und Zweige neigten sich bedächtig in Richtung Boden.

Baum liegt im Anheizstand

Mit der Bedächtigkeit hatte es der am Hang stehende Eichenbaum am Anheizstand nicht mehr gehabt. Schief stand er schon immer. In Richtung Anheizstand geneigt, spendete er im Sommer den am Anheizstand an ihren Loks arbeitenden Personalen kühlen Schatten. Leider hatte der Bauhof der Stadt Radevormwald immer die in Richtung Straße weisenden Äste zurück schneiden müssen. Die Schneelast wurde dann in der Nacht auf den 24 Januar heftig. Die auf die Wurzel wirkende Hebelkraft des schon schief stehenden Baumes wurde wohl zu groß, riss ihn aus seiner Verankerung im Fels und hebelte mit den Wurzeln ein beachtliches Loch in den Hang. Dummerweise sperrte er nicht nur die Strecke in Höhe des Haltepunktes zur toten Katze, sondern zerschlug auch mit Schwung zwei Gleise des Anheizstandes.

Anheizstand kaputt

Ansicht von der Lokverladung aus. Auf einem dicken Ast stütze dich der gefallene Baum auf zwei Gleisen des Anheizstandes ab. Sogar eine senkrechte Stütze der Schienen wurde dabei zertrümmert.

Zertrümmerte Gleise des Anheizstandes

Ganz schön demoliert... Immerhin blieb die Schwenkbühne unversehrt!

Demolierter Anheizstand

Die Äste der Baumkrone sorgten für die Blockade des Streckengleises. Alle Äste die sich in dem Bereich in den Schotter gebohrt hatten, trafen aber gottlob nicht die Schienen. So blieben das Streckengleis und auch der Abzweig hin zur Lokverladung, völlig unversehrt.

Winter im Huserland

Immerhin sah die Winterlandschaft sehr schön aus. Die Aufräumarbeiten mussten sich aber erst einmal bis zur Schneeschmelze gedulden. Vor der Zerteilung des Baumes musste der Stand komplett demontiert werden. Weiteren Schaden, verursacht durch das Abschneiden der zum Teil sehr schweren Äste, galt es unbedingt zu vermeiden.

 

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