Die Instandsetzungsarbeiten laufen bereits seit einiger Zeit. Für eine Berichterstattung fehlte mir aber bisher der nötige Schwung. Zu tief saß der Frust über die Schäden. Aber jetzt...

Der 14. Juli war ein Tag mit reichlich Regen. 140m in ein paar Stunden waren es etwa im Huserland. Drei Bäche im Gelände außer Rand und Band. Zwei davon über die Ufer...
Parallel zur Anlage fließt der Beverbach. Nach dem Regen ein tosendes Wildwasser mit Stromschnellen und reißender Strömung. Das zu sehen war schon fast gespenstisch. Bloß nicht hinein geraten, da kommst du lebend nicht mehr heraus, dachte ich mir beim fotofrafieren des Schauspiels.

Am schlimmsten für die Bahnanlage war aber ein Seitenbach, der sogenannte Wolfsiepen. Bekannt ist das Bächlein unterhalb der Lokverladung eher durch das oft trocken gefallene Bachbett. Auch hier schwollen die Wassermassen stark an. Das Rohr unter der Straße voll gefüllt, spritze das Wasser mit Tempo heraus. Das 60cm durchmessende Rohr fasste nicht alles anfallende Wasser. ein Teil staute sich schon beim Einlauf und lief über die Straße hinab zur Anlage...

Wolfsiepen - Austritt Rohr

Das Bachbett konnte diese Mengen Wasser nicht fassen und schickte reichlich davon über die Anlage talwärts.

Wolfsiepen normal...

So murmelt das Bächlein mit Namen Wolfsiepen normalerweise dahin...

Wasser von der Straße

Blick Richtung Anheizstand. Bis knapp unter der Bahnbrücke zur Lokverladung reichte das Wasser. Geht man über die Fußgängeerbrücke, reicht diese auf der Brücke stehend, bis zum Knie eines Erwachsenen. Von der Straße rann zusätzliches Wasser talwärts.

Unterhalb des alten Anheizstandes

Wo man auch hinschaute... Überall Wasser. Stehend eher kein Problem. Aber lings erkennt man das schnell strömende Wasser. Beunruhigend schon beim betrachten der Szenerie die braune Brühe mit reichlich Schlamm im Wasser.

Hauptbahnhof Kottmannshausen

Nicht die Hauptströmungsrichtung des Wassers. Aber dennoch überall ein See. Hier aber ohnr große Strömung. Ein Glück!

Ehemalige Unterführung kurz vor Huserland Mitte

Vor der Unterführung vor Huserland Mitte war die Strömung richtig heftig und die Wasserhöhe fast 30 cm... Heftige Strömung hatte dort den Schotter schon ausgewaschen. Das Wasser reichte dort chon über meinen Stiefelrand hinaus...

WeichenfeldHuserland Mitte

Die Weichen hier lagen zum Zeitpunkt des fotografierens schon hohl...

Huserland Mitte im Wasser

Huserland Mitte und die Strecke hinauf von der Brücke ebenfalls unter Wasser. Der große Beverbach links im Busch war kaum noch einen halben Meter unterhalb der Strecke links im Bild...

Hochwasser neben dem Bahnhof Ponnyhof

Vom Hochwasser verschont blieb zum Glück der Bahnhof Ponnyhof. Die Wiese neben ihm war allerdings vom großen Beverbach komplett geflutet... Der trat im großen Stil unterhalb des Bahndamms nahe der unteren Brücke über die Ufer.

Das Ergebnis des Tages: Unterspülte Gleise auf langen Teilstücken. In der Luft hängende Weichen, vom Beverbach abgerissene Uferbereiche entlang der Strecke neben der Kläranlage, Steinhaufen überall da wo man es nicht möchte und das Schlimmste mit Dreck und Erde durchsetzter Schotter aus dem es grünt und wächst. Ein kleines fruchtbares Nildelta in den Gleisen... Kein Fahrbetbrieb mehr möglich und reichlich Reparaturen in Aussicht.

Wie oben bereits erwähnt. Es wird schon fleißig repariert. Im größeren Stil. Der alte Schotter muss heraus und durch neuen ersetzt werden. Doch dazu an dieser Stelle in Kürze mehr.

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